Information für die Gemeinde


von Pfarrer Gunnar Zwing

Auf dem Bild sind zu sehen von links nach rechts:
Vordere Reihe: Prädikantin Andrea Müller, Andreas Schüssler, Andrea Breitenbach, Volker Richter, Annika Schmidt, Ellen Diener, Melanie Welzenbach, Pfarrer Gunnar Zwing
Hintere Reihe: Rene Hussfeldt, Markus Nickel, Dominik Preisendörfer, Stefan Wolf, Nina Herold, Alexander Engelhaupt.
(Foto: Rebekka Zwing)

Silberne Konfirmation 2022

Zur Feier ihrer silbernen Konfirmation trafen sich am Sonntag, den 11. September 11 Jubilarinnen und Jubilare in der Mittelsinner Evangelischen Kirche. Die Kirchenvorsteher, Prädikantin Andrea Müller und Pfarrer Gunnar Zwing zogen in einem Festzug vom Gemeindehaus der Kirchengemeinde in die Kirche. Dort wurde sie vor einem Vierteljahrhundert von Pfarrer Dagobert Wilken konfirmiert.

Pfarrer Zwing unterstrich die Bedeutung der Liebe Gottes für unser Leben als Christen. Gottes Liebe müssen wir uns nicht verdienen, sie wird uns umsonst geschenkt, ohne dass wir erst in Vorleistung gehen müssen. Nur wer weiß, dass er bedingungslos geliebt wird, könne sich selbst annehmen und andere Menschen lieben. Gott wolle, dass wir nicht nur in der Zukunft leben, sondern im Hier und Jetzt die Liebe Gottes weitergeben.

Die Jubilare feierten zusammen mit der Gemeinde, der Prädikantin Andrea Müller und Pfarrer Zwing einen festlichen und frohen Gottesdienst. Der Organist Armin Heil und die Solistin Rebekka Zwing gestalteten die Feier abwechslungsreich und feierlich. Der Vertrauensmann des Kirchenvorstandes, Ernst Henning, erinnerte die Jubilare an ihren Festtag vor 27, 26 und 25 Jahren und wünschte ihnen Gottes Segen. Am Nachmittag ab 14 Uhr trafen sich alle im Gemeindesaal des Pfarrheims und schauten sich interessiert die Bilder ihrer Konfirmation an.

Mittelsinn verliert nach 700 Jahren seine eigene Pfarrstelle

Geplante Zusammenlegung mit Burgsinn - lesen sie hier den Zeitungsbericht der Main-Post.

Auf dem Bild vom 08.02.2022 sehen wir Schwester Angelika mit Pfarrer Daniel (erkennbar am Pfarrhemd) und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Oldonyo Sambu 

Lücken in unserer Wahrnehmung – Oldonyo Sambu irgendwo im Nirgendwo 

Corona und die Ukraine bestimmen unsere Berichterstattung und lassen vieles andere in den Hintergrund treten. Afrika ist wieder weiter in die Ferne gerückt und kommt in unseren Nachrichten kaum vor. Dass fast ganz Ostafrika unter dem zweiten Dürrejahr in Folge leidet und im Norden Äthiopiens ein furchtbarer Krieg tobt, geht fast schon unter. Mir tut es gut, dass ich über unsere Partnergemeinde Oldonyo Sambu meinen auf den Konflikt in der Ukraine fokussierten Blick auch einmal nach Tansania richten kann. Auch in der Mitte und im Norden Tansanias fällt die Regenmenge zum zweiten Mal in Folge zu niedrig aus. Da es im Süden gut geregnet hat, hat die Regierung einen Ausfuhrstopp erlassen, dass der Mais nicht nach Kenia oder Äthiopien geht.

In unserer Partnergemeinde hat es viel zu wenig geregnet. Viele Rinder sind verhungert oder mussten für wenig Geld verkauft werden. Weiter oben am Berg Meru hat es zwar etwas geregnet, aber es reicht nur fürs Überleben. Unsere Evangelistinnen und Evangelisten berichten alle über die Trockenheit und die Angst vor Hunger. Wenn die Ernte ausfällt oder das Vieh verdurstet, springt kein Staat und keine Sozialfürsorge ein. Die Menschen sind auf sich gestellt und auf Gottes Hilfe angewiesen.

Durch die Trockenheit fehlen der Landwirtschaft und der Viehwirtschaft die üblichen Einnahmen. Da in Tansania für alle Schulen Schulgebühren anfallen, konnten die meisten Evangelisten, die ja alle von ihrer Landwirtschaft oder Viehzucht leben, ihre Kinder nicht zur Schule schicken. Das Geld, das wir ihnen zukommen ließen, wurde sofort genutzt, um die Gebühren und das staatliche Schulessen zu bezahlen.

Neben allem Helfen sind wir auch herausgefordert, um ausreichend Regen für Oldonyo Sambu, ja Ostafrika insgesamt zu beten, damit die Menschen dort von den Früchten ihrer Arbeit leben können.

Die neue Regierung hat nach dem Tode des vorigen Präsidenten Magufuli ihre Coronapolitik geändert. Mittlerweile ist die Impfung erlaubt und erhältlich. Aber durch die intensive Propaganda der Vorgängerregierung zweifeln immer noch viele Einwohner Tansanias am Nutzen der Impfung. Doch da das Durchschnittsalter bei 17 Jahren liegt, hielten sich die Auswirkungen der Pandemie dort in Grenzen. Nur sehr wenige in Tansania werden überhaupt 60 Jahre alt und somit ist die Hauptrisikogruppe überschaubar.

Die Kirche in Tansania wächst allen Herausforderungen und Härten des Lebens zum Trotz. Das kann uns auch Mut machen angesichts der Unwägbarkeiten unserer eigenen Zukunft in Europa. Gott sitzt im Regiment. Er ist unsere Hilfe und unser Zufluchtsort hier und in Tansania. Im Glauben an unseren Heiland und Erlöser Jesus Christus sind wir in dieser und erst recht in der kommenden Welt Gottes verbunden.

Jede Evangelistin / jeder Evangelist hat umgerechnet € 200,00 bekommen, soviel wie die meisten Mitarbeiter in einem halben Jahr verdienen. Dazu einige Dankesschreiben: 

Namnyiaki Elijakimu schreibt: „Ich ergreife diese gute Möglichkeit, euch für eure große Hilfe zu danken, die es meiner Familie ermöglicht, weiterzuleben.“ Moses Solomon schreibt: „Seid gegrüßt im Namen unseres Herrn und Heilands Jesus Christi. In Oldonyo Sambu geht es uns gut. Wir sagen: Vielen Dank, dass ihr euch an uns erinnert, so seid ihr Gottes Arm für uns. Wir haben genug für das Schulgeld bekommen. Unsre Frauen und Kinder freuen sich sehr. Gott verlängere euch die Jahre eures Lebens.“ 

Timotheus Mollel schreibt: „Ihr habt euch wieder an uns erinnert und mit der Hilfe des himmlischen Vaters habt ihr uns gesegnet. Hier bei uns herrscht Trockenheit, es hat nicht geregnet.“ Jennifer Lomoyani schreibt: „Ich danke euch wirklich sehr. Ihr habt mir sehr geholfen. Bevor ich das Geld bekommen habe, kämpfte ich mit großen Problemen. Ich konnte das Schulgeld für meine Kinder nicht zahlen …. Gerne einmal würde ich im Dekanat Lohr predigen. Ich liebe euch sehr.“

Pfarrer Daniel Ole Kambaine schreibt: „Friede sei mit Euch. Ich hoffe, dass Ihr und Eure Familien alle wohlauf seid. Uns allen, den Mitarbeitern der Kirchengemeinde, meiner Familie und mir geht es gut. Für mich und meine Familie möchte ich Euch herzlich danken für eure große Hilfe. Gerade in diesem sehr schweren Jahr des Hungers habt ihr uns sehr geholfen. Gott segne Euch und richte Euch auf! ... Ich möchte Euch auch ganz herzlich im Namen der Mitarbeiterschaft danken. Alle sind heute hier zusammengekommen voller Dankbarkeit für diese Hilfe in schwerer Zeit. Eure Hilfe macht ihnen Mut, es erneut mit den Härten ihres Lebens und ihres Dienstes aufzunehmen und gibt ihnen neue Kraft. Danke! Seid herzlich willkommen in Tansania. Wir lieben Euch, Euer Daniel Ole Kambaine, Pfarrer der Kirchengemeinde Oldonyo Sambu.“ Ich denke, diese Briefe sprechen für sich. 

Dekanatsmissionspfarrer Gunnar Zwing, Mittelsinn 

Konfirmation 2021

Vorne von links nach rechts:
Konstantin Hertlein, Timon Mielke, Finn Diener, Hannah Buczek, Helene Klein

hinten Pfarrer Gunnar Zwing und Prädikantin Andrea Müller
(Foto: © Silvana Mielke)

Mittelsinn am 11. Juli 2021

Wie schon im Jahr zuvor fand die Konfirmation Corona geschuldet in der warmen Jahreszeit statt. Am Sonntag, den 11.07.2021 um 10.00 Uhr zogen die Konfis von den Klängen des Posaunenchors begleitet in die evangelische Kirche in Mittelsinn ein. 


Neben dem Posaunenchor wirkte Organist Lukas Beckmann und eine kleine Band (Rebekka Zwing, Lukas Beckmann und Torben Seemann) bei der musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes mit. 

Das Heilige Abendmahl feierten die Konfis zusammen mit Ihren Familien und den Paten am Abend vor der Konfirmation im Freien. Ernst Henning, der Vertrauensmann des Kirchenvorstandes beglückwünschte die Konfirmierten im Namen des Kirchenvorstandes. 

„Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus selig!“ – diese kurze Wort aus der Apostelgeschichte wählte Pfarrer Zwing als prägnante und zugespitzte Zusammenfassung des Konfirmandenunterrichts für die Predigt aus.
 

„Dieses Wort gleicht einem kostbaren Diamanten,“ so Zwing, „denn im Leben als Christ geht es in erster Linie nicht um eine bestimmte Weltanschauung, nicht darum, bestimmte Glaubenssätze für wahr zu halten, nicht um ein rechtschaffenes Leben mit liebevoller Zuwendung zum Mitmenschen, nicht um eine aktive Beteiligung am kirchlichen Leben. Worauf es entscheidend ankommt, sozusagen der Schlüssel zu Seligkeit, ist eine Person. Und die heißt Jesus Christus.“ 

Konfirmation 2020

von links: Prädikantin Andrea Müller, Till Gärtner, Lea Otte, Angelina Meyer, Nele Otte, 
Viktoria Winter, Jette Wirth, Cindy Betz und Pfarrer Gunnar Zwing

Mittelsinn am 6. September 2020

(Foto: Jan Zeller)

Der Vertrauensmann des Kirchenvorstandes, Herr Ernst Hennig, sprach in seinem Grußwort zur Konfirmation ganz treffend vom Jahr der Premieren.

Zum ersten Mal in der Geschichte Mittelsinns fand der Konfirmationsgottesdienst Corona geschuldet komplett im Freien statt. Das Heilige Abendmahl hatten die Konfis schon vorher jede/r mit seiner Familie in der Kirche gefeiert. Der Posaunenchor konnte zwar nicht auf dem Festzug vom Pfarrheim zur Kirche vorweggehen; begrüßte die Konfis aber feierlich bei deren Einzug auf den Schulhof.

Neben dem Posaunenchor unter der Leitung von Philipp Kuhn begleitete auch der Organist Lukas Beckmann und eine Jugendband den Gottesdienst musikalisch.

Pfarrer Zwing legte die Geschichte von der Hochzeit zu Kanaan aus. Er betonte, dass diese Geschichte Mut macht, sich mit dem einzubringen, das einem zur Verfügung steht.  „Was ihr gebt, kann Gott wie in unserer Geschichte zu etwas Großem verwandeln.“  Aus Wasser wird Wein gemacht.

Das wenige, was wir geben, macht er groß. Wenn wir am Limit sind, lädt er den Akku wieder auf.

Und das nicht nur ein bisschen. Nichts nur ein paar Megabyte. Oder ein paar Frei-Minuten. Wenn Gott Menschen beschenkt, wird nicht gekleckert, sondern geklotzt.  Denken wir an Psalm 23, den ihr Konfis ja auswendig gelernt habt. Da heißt es: „... du schenkst mir voll ein! Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang ...“ Das ist für dieses Leben unbegrenzt, ohne Limit. Eine Flatrate zum Leben.

Am Ende der Geschichte von der Hochzeit zu Kana heißt es: Und seiner Jünger glaubten an ihn. Sie haben etwas begriffen. Hinter dem unverhofften Geschenk des Weins erkannten sie: Jesus ist da, Freude für immer zu bringen, Freude, die eben nicht ausgeht. Freude, die durch Leiden gehen kann; Freude, die durch Konflikte gehen kann. Hoffnung, die durch finstere Täler geht, die selbst durch den Tod geht. Liebe, die sogar ans Kreuz sich nageln lässt aber nicht tot zu kriegen ist und zum Leben aufersteht.

Darum hängt an eurer Zugangskarte zur Flatrate des Lebens eben auch das Kreuz. Wenn Jesus der Maßstab für euer Leben ist, bei euch zu Gast ist, in euren Gedanken, Herzen, im Leben, dann kann er auch bei euch Wasser in Wein verwandeln. Konfirmation heißt auch: Begreifen, dass Ihr euer Glück nicht selbst zu machen braucht. Nicht mit Geld, unaufhörlichem Einkaufen, unbegrenztem Online-Sein, immer verfügbar, immer auf dem neuesten Stand. Mit Klamotten, Handys, den neuesten Trends. Ihr habt eine andere Sicht der Welt. Wisst, dass da jemand ist, der hinter euch steht. Hinter dieser Welt steht. Das wichtige des Lebens bekommt ihr sowieso geschenkt: Liebe, dass ihr angenommen seid von Menschen, die zu euch stehen. In eurer Familie. Euren Freundinnen und Freunden. Eine Gemeinschaft in der ihre Leben könnt, ist eure Kirche. Ihr wisst das: dass Gott bei euch seht. Und euer Leben gut machen wird, auch wenn ihr nicht immer gut seid. Im Buch des Propheten Jesaja lesen wir: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wasser umsonst! Jesus verwandelt das Wasser nicht in einen Durchschnittswein, sondern in einen Qualitätswein. Er will das Beste für Euch. Das bekommt ihr heute zugesagt. Das ist eure Flatrate zum Leben. Umsonst. 


Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre Eure Sinne und Herzen in Jesus Christus. Amen. 

Brief an die Gemeinde

(10.04.2020) Diese Passions- und Osterzeit wird uns noch lange im Gedächtnis bleiben. Ein selbst unter dem Mikroskop kaum zu sehender Virus stellt unsere ganze Welt auf den Kopf.  In der Bibel sagt uns Jakobus, wir sollen bei all unseren Vorhaben immer dazu sagen: „So Gott will und wir leben“.

 

Auch in Tansania habe ich immer wieder bei unseren Planungen von den Einheimischen den Satz gehört: „So Gott will!“ Damals habe ich mich gewundert, dass jedes Vorhaben immer unter diesen Vorbehalt gestellt wurde. Nun verstehe ich es besser. 

 

Ich vermute, dass bei vielen von uns geplante Begegnungen und Urlaube ausgefallen sind oder zumindest verschoben werden mussten. Neben der Angst vor der Ansteckung mit dem Virus  bewegt uns alle, wie es wirtschaftlich nach der Krise weitergehen wird. Vieles ist uns aus der Hand geschlagen. Wir können nicht wie gewohnt planen, sondern alles steht unter dem Vorbehalt: wenn die Corona-Krise bis dahin überwunden ist. Es reicht auch nicht, diese Krise nur in Deutschland oder in Europa zu überwinden. Erst wenn in  allen Ländern Corona überwunden sein wird, sind wir vor einem erneuten Ausbruch der Epedemie sicher. 

 

Unser Leben verläuft nicht mehr in den gewohnten Bahnen. Das stellt uns vor große Herausforderungen. Mir widerstrebt etwas,  sofort  von den  mit der Krise  verbunden Chancen zu reden.  Zunächst einmal ist jeder, der an der Krankheit verstorbenen, einer zu viel.  Diese Krise kann vielleicht dann eine Chance sein, wenn wir sie nutzen, um über unser Leben und unseren  Alltag nachzudenken und Bilanz zu ziehen. Manches mag seine Wichtigkeit verlieren, anderes an Bedeutung gewinnen. 

 

Als Christen haben wir in diesen schwierigen Zeiten  gute  Gründe zur Zuversicht. Zum einen wissen wir, dass unser Leben nicht an der Schwelle des Todes endet. Wir haben Hoffnung über dieses Leben hinaus. Zum anderen sind gerade jetzt in dieser herausfordernden Zeit christliche Werte wie Liebe, Hilfsbereitschaft, für einander da sein, Hoffnung usw. besonders wichtig. Teilen wir doch Zeit miteinander, - und wenn es nicht in direktem Kontakt geht, dann über das Telefon, Briefe und natürlich das Internet.

 

Ich freue mich schon auf die Zeit nach der Krise, wenn wir wieder Gottesdienste, Taufen, Hochzeiten  und Konfirmationen feiern können. Ich wünsche uns allen auch wieder die Möglichkeit, in Würde und Achtung gemeinsam von unseren Verstorbenen Abschied nehmen zu dürfen. Der Trost, der in der Gemeinschaft liegt, darf nicht unterschätzt werden. 

 

So Gott will und wir leben wünsche ich uns ein frohes Wiedersehen in unserer Kirche.

(23.03.2020)
Jeden Tag um 19.00 Uhr eine brennende Kerze als Hoffnungszeichen ans Fenster stellen 
Als evangelische Kirchengemeinde vor Ort senden wir Ihnen mit diesem Text einen herzlichen Gruß in dieser schweren Zeit. Trotz aller Verunsicherung wollen wir ein Zeichen setzen, dass die Hoffnung lebt. Wir Christen leben von dieser Hoffnung. 


Nach 19.00 Uhr läuten in unserer Kirche für einige Minuten die Kirchenglocken. Wir bitten alle solidarisch eine brennende Kerze ans Fenster zu stellen.

Gebet: „Es werde Licht“ hast du gesagt, Gott, und die Finsternis vertrieben. „Es werde Licht“ sagst du immer wieder, wenn düstere Wolken über uns stehen und uns die Sicht nehmen. Die Sicht auf den rettenden Weg, der uns aus der Dunkelheit führt, auf die Weite unserer Möglichkeiten, die uns hinter dem Berg unserer Ängste erwartet, auf den Menschen an unserer Seite, der uns an der Hand nimmt und der uns Halt gibt. 

Wir danken dir, Gott, für das Licht, mit dem du unser Leben hell machst. Immer und immer wieder ! Amen. 

21.03.2020
Liebe Gemeindeglieder,

bis auf weiteres sind Gottesdienste untersagt. Ausnahme sind Trauerfeiern im Freien auf dem Friedhof.

Das ist schade aber wegen der Pandemie nicht zu vermeiden. Gerade in Krisenzeiten können wir bei Gott Halt finden und Frieden für unser unruhiges Herz.

"Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit." Dieser Vers ist mir in den vergangenen Tagen besonders zum Leitspruch für die herausfordernde Zeit geworden, die wir gerade durchleben.

Nicht nur unserem Land, sondern auch in unseren Gemeinden müssen wir uns der aktuellen Lage stellen und auf unbestimmte Zeit alle gemeindlichen Veranstaltungen absagen. Bund und Länder verbieten bis auf weiteres "Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften".

Daher müssen wir leider alle Gottesdienste absagen, dazu gehören auch Taufen und Hochzeiten.

Beerdigungen können wir nach derzeitigem Stand im engsten Familienkreis und in kurzer Form am Friedhof anbieten, wenn wir auf die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen achten und gewisse Vorkehrungen treffen.

Auch kann ich Sie leider zu Geburtstagen oder zu Jubiläen in der nächsten Zeit nicht besuchen. Ich werde versuchen, Glückwünsche telefonisch zu erledigen und Ihr Heft in den Briefkasten
legen.

Wenn Sie in diesen schweren Zeiten Beistand brauchen oder Gesprächsbedarf haben, bin ich telefonisch (09356 6174) oder per Mail für Sie erreichbar.

Da wir nicht wissen, wie sich die Lage entwickeln wird, kann es auch zu Verzögerungen beim neuen Gemeindebrief kommen. Wir werden Veranstaltungen erst wieder planen, wenn sicher ist, dass sie stattfinden können.

Für uns alle ist das eine herausfordernde und ungewisse Zeit. Die Kirchenglocken werden weiterhin zu den Zeiten läuten, an denen wir Gottesdienst gefeiert hätten.

Ich möchte Sie ermutigen, die Heilige Schrift zur Hand zu nehmen und darin zu lesen. Auch unser Gesangbuch bietet viele Schätze. Neben Liedern finden sich im hinteren Teil Gebete.

Zudem lade ich Sie ein, die Gottesdienste und Andachten im Fernsehen und Radio mitzufeiern.

Auch online finden sich Gottesdienste und geistliche Angebote:
ZDF Gottesdienst am Sonntag 9:30 Uhr
Bibel TV am Sonntag 10 Uhr ERF Gottesdienst
Im Bibel TV finden Sie auch viele lohnende Filme, Beiträge und Andachten.

Kommen Sie gut und vor allem gesund durch diese Zeit!

Herzlich Gott befohlen,
Ihr Pfarrer
Gunnar Zwing

Mittelsinn am 21. März 2020